Kultur

Bildhauer Werner Pirker

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Geprägt durch die malerische Landschaft in Oberkärnten, in welcher der 1979 geborene Bildhauer Werner Pirker aufwuchs, widmet er sich in seiner Arbeit DEM Werkstoff mit Vorliebe, welcher ihn visuell seit Kindesbeinen an begleitet: den Bäumen und dem Holz. Werner Pirker absolvierte eine 4-jährige Ausbildung für Bildhauerei in Elbigenalp und ist seit 2004 als freischaffender Bildhauer in Berg im Drautal tätig. Seine Ausstellungen und die Teilnahme an Bildhauer-Symposien liegen mit dem Schwerpunkt in Kärnten und Tirol. Sie führten ihn aber unter anderem auch nach Kassel in Deutschland, nach Italien, Wien und Graz. Ein besonderes Können bewies er in seinen leider vergänglichen Werken aus Schnee bei der Mitgestaltung der Schneebühnen in Lech in Vorarlberg, der „größten Weihnachtskrippe der Welt“ in Aguntum in Osttirol, der Gestaltung „Die Reise der Pinguine“ im Pitztal in Tirol, sowie beim Erschaffen von Schneeskulpturen im Osttiroler Schigebiet Sillian.

„Jedes Leben leitet sich in irgendeiner Weise von selbst. Durch verschiedene Situationen oder Begegnungen sind Veränderungen unausweichlich. Diese sind durch Richtungsänderungen und Durchbrüche in Form eines Seiles dargestellt.“

Anknüpfend an diesen Gedanken erscheinen die meist solitär gestalteten Figuren und Objekte Werner Pirkers wie eine Transformation des Materials, aus dem sie geschaffen sind, gleichermaßen als das Abbild eines nach Ausdruck und Wachstum unermüdlich suchenden Einzelwesens, das sich mit dem, was ihn täglich umgibt, vollends identifiziert. Der solitäre Baum steht in seiner Umwelt und wächst. Er ist verwurzelt mit der Erde, die ihn nährt, kann seinem Standort und seiner Bestimmung nicht entfliehen. Er ist unumstößlich bis zu dem Tag, an dem er fällt, sei es durch Naturgewalt, durch Menschenhand oder, weil seine Zeit zu gehen, gekommen ist. Solange strebt er in die Höhe und verbindet sich mit dem, was über unserer menschlichen Größe liegt – dem Himmel.

In mannigfaltigen Variationen lebt der Künstler sein Vorbild. Er nährt sich innerlich vom Boden seiner Heimat, in dem er den Baum auswählt, den er bearbeiten will. Das gibt ihm Kraft, die sich als Inspiration darstellt. Das Holz, welches in sich Bilder verbirgt, Maserungen, Formen und Linien, ist metaphorisch seine Nahrung. Unumstößlich wie ein Baum, der mit seinen Wurzeln lebensnotwendige Informationen durch Erde, Regenwasser und Mikroorganismen in sich aufsaugt um wachsen zu können, lebt der Künstler seinen Willen zu kreieren und Neues aus Altem zu erschaffen, um sich mit der Höhe zu verbinden, die ihm seine künstlerische Begabung als Wachstumsfaktor in die Wiege legte. (© Text: Florinda Ke Sophie, Graz 2009, www.florinda.at)

Art21. Seine Galerie und Atelier in Einem. Dort können seine Werke besichtigt werden. Auch für etwaige Auftragsarbeiten, terminliche Vereinbarungen und Fragen steht Werner Pirker jederzeit persönlich oder telefonisch zur Verfügung.

Art21 – Oberfrallach 21, 9771 Berg, direkt am Panoramaweg zwischen Berg und Dellach gelegen. Der Kunstler freut sich auf Euren Besuch!
Tel.: +43 (0) 676 780 34 34

Homepage Werner Pirker

Skulpturengarten am Oberberg

Profunser

Große, kraftvolle Skulpturen des Berger Bildhauers Hans-Peter Profunser säumen den neu angelegten Skulpturengarten am Oberberg.
Der Oberkärntner Künstler sieht in seinen Steinskulpturen Mahnmale und bezieht damit Stellung zu den brennenden Themen der heutigen Zeit.
Profunser arbeitet mit diversen Steinen, mit Marmor, Holz und Metall.

„Hans-Peter Profunsers Werk setzt unübersehbare, außergewöhnliche Zeichen, die heute bereits in die Geschichte der bildenden Kunst unseres Jahrhunderts eingraviert sind. Seine Skulpturen stehen als Monumente überdauernder Bildhauerkunst wie Felsen in der Brandung, abseits aller Effekthascher und Trendsucher. Jedes einzelne Stück seiner Arbeiten ist Resultat eines schöpferischen Wurfs von prägender, tiefgründender Botschaft.“

Die Anlage am Oberberg ist für alle Besucher frei zugänglich. Das Erscheinungsbild wird sich ständig durch neue Exponate verändern.

Hans-Peter Profunser

Art Studio Arche

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Seit 2008 bietet das Künstler-Ehepaar Werner & Margarete Schneider im Art Studio Arche Malseminare in der Öl Nass in Nass Technik an.
Wollten Sie schon immer malen und hatten nie den Mut in die Welt der Malerei einzusteigen? Oder Sie malen in verschiedenen Techniken und möchten gerne mehr über die Ölmalerei erfahren?
Dann sind Sie bei Fam. Schneider genau richtig!
Malen ist für jedermann erlernbar, man benötigt nur den Wunsch, einige grundlegende Techniken zu erlernen und ein wenig Praxis.
Mit etwas Selbstvertrauen und der professionellen Hilfestellung von Werner & Margarete eröffnen sich auch für Sie neue Perspektiven.
Das Ziel: den Blick und das Gefühl für die gegenständlichen Malerei zu entwickeln.
Teilnehmer ohne Vorkenntnisse sollen den klassischen Aufbau eines Ölbildes erlernen, von der Grundierung der Leinwand über die Verwendung der Werkzeuge bis zum Malen mit Ölfarben in der Nass in Nass Technik.

Als hochwertiges Seminarstudio bietet das Art Studio Arche modernste Ausstattung mit künstlerischem Flair. Die „Arche“ ist ein architektonisches Meisterwerk des weit über die Grenzen Kärntens hinaus bekannten Künstlers Hans-Peter-Profunser. Ihre der Form der „Arche Noah“ nachempfundene Bauweise ist einzigartig in Österreich.
Das Innere der „Arche“, als offenes Atrium konzipiert, verleiht dem Atelier eine besondere Note.
Kreativität, geistiges Potenzial und Inspiration, um sich weiter zu entwickeln, werden dadurch wie von selbst aktiviert.

Art Studio Schneider

Berger Hirtenspiel

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Der aus dem Jahre 1868 stammende Text wurde in Berg/Drau erstmals aufgeschrieben und verbindet die Herodesgeschichte, das eigentliche Weihnachtsspiel, das Dreikönigsspiel und eine Räuberszene. Höchst reizvoll also für eine Theatergruppe vor Ort, der es nicht darum geht, Traditionen nur zu erhalten, sondern sie auch zu neuem (Theater)leben zu erwecken. Das Berger Hirtenspiel wird alle zehn Jahre aufgeführt. Am Sonntag, den 7. Dezember 2014 ist es wieder so weit. (Weitere Aufführungen: 11., 12. & 14. Dezember 2014).

Theatergruppe Berg im Drautal

Berger Jedermann – Das besondere Kulturereignis im Oberen Drautal

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Fotos: Alfons H. Pirker

Fast jedem ist der „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen ein Begriff. Dass die Urfassung dafür aus Berg im Drautal stammt, wissen die wenigsten. Was also liegt näher, als dem Schreiber dieses Textes, Herrn Matthias Staudacher, Pfarrer zu Berg im auslaufenden letzten Jahrhundert, ein Denkmal zu setzen.

Der Aufführungsort ist die südlich von Berg gelegene Ochsenschlucht, die mit ihren etwa 60 m hoch aufragenden steilen Kalksteinfelsen eine beeindruckende Naturkulisse bietet und dem Stück noch mehr Aussagekraft verleihen soll.

Den ewigen Konflikt des Menschen, zwischen Fleisch und Seele hin- und hergeworfen zu sein, können wir gut in die heutige Zeit übertragen. Unsere zivilisierte Welt mit ihrem Überangebot an Informationen, Reizen und Verlockungen lässt den heutigen Menschen nicht zur Ruhe kommen. Abhängigkeiten, denen er berufsbedingt und gesellschaftlich ausgesetzt ist, lassen ihn zum Diener vieler Herren werden. Sein Weltbild ist zwar voller Antworten, doch wer stellt die richtigen Fragen?  Der Mensch ist im Spannungsfeld von Computer und Ratlosigkeit, von grenzenlosem Informationsangebot und völliger Hilflosigkeit.

Das Jedermann-Thema mahnt zur Innenschau, zur Umkehr. Was sagt mir mein Inneres; ist das das Leben, welches ich mir gewünscht habe? Was ist, wenn morgen der Tod bei mir anklopft? Werde ich dann sagen, es hat sich gelohnt zu leben? Der Tod nimmt den Menschen mit einem Schlag die Zukunft. Schneidet ihn von der irdischen Welt ab – ohne Aufschub, ohne Kompromiss, ohne Gnade.

Die Absicht der Theatergruppe Berg im Drautal ist es, die Ur-Fassung des Jedermanns so getreu wie möglich zu spielen. So wie der Pfarrer zu Berg/Drau – Matthias Staudacher – sie vor über 100 Jahren geschrieben hat. Dieser Text konzentriert sich – durch behutsame Verwendung altertümlicher Sprache – auf das Wesentliche: das Ringen von Himmelsmächten und Höllengeistern um die menschliche Seele.

Über den Verfasser Matthias Staudacher ist bekannt, dass er mit seinem Bruder Andreas über das Lesachtal nach Berg im Drautal gekommen ist. Sein Bruder war Hofnarr beim kaiserlichen Hof des Vaters von Kaiser Franz Josef. Pfarrer Matthias Staudacher starb am 29. Oktober 1897 in Hüttenberg.

Theatergruppe Berg im Drautal

Berger Partl

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Die Gründung der Berger Partl erfolgte im Jahr 1995. Aus einer Gruppe junger Burschen entstand eine Perchten- und Krampusgruppe. Die Berger Partl schreiben bewusst Partl mit „P“, weil sie beide Brauchtumsarten vertreten:

Bartl (übersetzt: Der aus der Hölle kommt), wird auch als der Teufel oder Krampus bezeichnet.
Percht (Fruchtbarkeitgestalt), welche eigentlich das Gute symbolisiert.

Die Partl-Umzüge werden bewusst nur alle zwei Jahre veranstaltet, weil sich die Gruppe zur Aufgabe macht, die Wurzeln der beiden Brauchtümer nicht übertrieben auszubeuten. In den so genannten „Zwischenjahren“, in denen kein Partl-Umzug stattfindet, ziehen die Maskierten am 5. Dezember von Haus zu Haus und versuchen so, dem christlichen Brauch gerecht zu werden.

In den Tagen der Wintersonnenwende laufen die Partl symbolisch durch die Ortschaft, um auch der zweiten Brauchtumsart, der Geistervertreibung, deren Ursprung im Heidnischen liegt, nachzukommen.

Berger Partl